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Objektorientierte Programmierung verstehen und anwenden

Lerntipps für objektorientierte Programmierung

Objektorientierte Programmierung ist kein Hexenwerk. Aber ehrlich gesagt – am Anfang kann es sich so anfühlen. Wenn du gerade erst anfängst oder schon mittendrin steckst und merkst, dass die Konzepte irgendwie nicht richtig klicken wollen, bist du hier genau richtig.

Was ich in den letzten Jahren beobachtet habe: Die meisten Stolpersteine haben wenig mit mangelnder Intelligenz zu tun. Es geht eher darum, wie du lernst und welche mentalen Modelle du dir aufbaust. Manche Ansätze funktionieren einfach besser als andere.

Praktische Strategien, die tatsächlich helfen

Zeichne deine Klassen auf Papier

Klingt altmodisch? Funktioniert aber. Bevor du auch nur eine Zeile Code schreibst, skizziere die Beziehungen zwischen deinen Klassen. Vererbung, Komposition, Abhängigkeiten – alles wird klarer, wenn du es visuell vor dir siehst.

Baue winzige Projekte

Tutorials durcharbeiten ist okay, aber das Wissen bleibt nicht hängen. Nimm stattdessen ein Mini-Projekt – vielleicht eine Bibliotheksverwaltung oder ein einfaches Kartenspiel. Wenn du selbst entscheidest, welche Klassen du brauchst, lernst du zehnmal mehr.

Erkläre Konzepte laut

Teste dein Verständnis, indem du jemandem erklärst, was Polymorphismus bedeutet. Oder sprich einfach mit dir selbst beim Programmieren. Sobald du etwas in eigenen Worten formulieren kannst, weißt du: Es sitzt.

Entwickler analysiert Codestruktur auf mehreren Bildschirmen

Konkrete Szenarien aus der Praxis

1

Vererbung vs. Komposition verstehen

Viele Anfänger übertreiben es mit Vererbung. Die Faustregel: Wenn Klasse B wirklich eine spezialisierte Version von Klasse A ist, dann Vererbung. Wenn B einfach nur Funktionalität von A nutzt, dann Komposition. Ein Auto „ist ein" Fahrzeug (Vererbung), aber ein Auto „hat einen" Motor (Komposition).

2

Interfaces richtig einsetzen

Interfaces definieren Verträge. Wenn verschiedene Klassen ähnliche Aktionen ausführen müssen, aber unterschiedlich implementiert sind, ist ein Interface perfekt. Ein Drucker und ein PDF-Generator können beide ein „Druckbar"-Interface implementieren, obwohl die Umsetzung komplett anders aussieht.

Perspektive von jemandem, der den Weg gegangen ist

Als ich 2019 mit objektorientierter Programmierung angefangen habe, wollte ich alles perfekt machen. Das war ein Fehler. Ich habe Wochen damit verbracht, die „ideale" Klassenstruktur zu planen, bevor ich überhaupt angefangen habe zu programmieren. Was mir geholfen hat: Einfach anfangen, etwas bauen, und dann schrittweise verbessern. Die Theorie macht erst Sinn, wenn du sie praktisch anwendest.

Portrait von Leonhard Wachsmuth

Leonhard Wachsmuth

Backend-Entwickler mit Fokus auf saubere Architektur

Kollaborative Programmiersession mit Fokus auf Klassendesign

Gemeinsam lernen verstärkt das Verständnis

Bereit für den nächsten Schritt?

Unsere Kurse kombinieren Theorie mit echten Projekten. Du lernst nicht nur Konzepte, sondern wendest sie direkt an.

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